Acis and Galatea HWV 49b (I/9,2: Notenband mit Kritischem Bericht), hrsg. von Artie Heinrich, Kassel 2012

Mit diesem Band liegt die Spätfassung von Acis and Galatea zum ersten Mal in vollständiger Form vor. Das von Händel als Serenata bezeichnete Werk, größtenteils ein Pasticcio aus den Vorgängerversionen Aci, Galatea e Polifemo (HWV 72) und Acis and Galatea (HWV 49a) wurde am 10. Juni 1732 in London uraufgeführt. Für weitere Aufführungen in den Jahren 1733, 1734, 1736 und 1741 wurde die Serenata von Händel mehrfach überarbeitet, primär bedingt durch den Wegfall einzelner Rollen und Stimmlagenänderungen, vor allem bei der Titelpartie des Acis.

Die verschiedenen Fassungen sind im Vorwort dargestellt und durch eine Konkordanz leicht zu erschließen. Die musikalischen Änderungen und Umarbeitungen werden ebenso wie die Einlagearien in vier Anhängen wiedergegeben: Anhang II – Fassung 1733, Anhang III – Fassung 1734, Anhang IV – Fassung 1736; der Anhang I enthält den verworfenen Mittelteil eines für HWV 49b neukomponierten Chores.

Im Kritischen Bericht wird die Quellenlage erörtert, die recht kompliziert ist, denn es existiert keine Kompositionspartitur, und die Direktionspartitur ist zum Teil verschollen. So war die Erschließung sowohl der ursprünglichen Werkgestalt als auch der späteren Fassungen auf Libretti, verschiedene Abschriften und die Rekonstruktion der Direktionspartitur angewiesen.

 

(Quelle: Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Jahresbericht Hallische Händel-Ausgabe 2012)
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