Jephtha HWV 70 (I/30: Notenband mit Kritischem Bericht), herausgegeben von Kenneth Nott, Kassel 2009

„Jephtha“ (Libretto: Thomas Morell) ist Händels letztes Oratorium. Es entstand 1751, als Händel bereits die Vorboten seiner Blindheit zu spüren bekam, ein Umstand, der in seinem Autograph durch einen Eintrag vom 13. Februar dokumentiert ist. Das Werk wurde am 26. Februar 1752 im Covent Garden Theatre uraufgeführt und am 28. Februar und 4. März wiederholt.

Zeitgenossen attestierten dem Oratorium eine spezielle Qualität, und den meisten war bewusst, dass Händel wahrscheinlich kein weiteres neues Oratorium mehr aufführen würde. „Jephtha“ wurde 1753 (16. und 21. März), 1756 (2. April) und 1758 (1. März) wieder aufgenommen. Da aber nur das Libretto von 1758 datiert ist, lassen sich die Änderungen für die späteren Aufführungen nicht immer eindeutig zuordnen.

Der Hauptteil gibt die Fassung der Uraufführung wieder. In dem Band gibt es drei Anhänge: Anhang I enthält die vor der Uraufführung verworfene Fassung einer Arie, Anhang II die Stücke, die für die Aufführung 1756 geändert oder zusätzlich eingefügt wurden, Anhang III die Stücke, die sich nicht eindeutig datieren lassen.


(Quelle: Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Jahresbericht Hallische Händel-Ausgabe 2009)

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