Rodrigo (Vincer se stesso è la maggior vittoria) HWV 5 (II/2: Notenband mit Kritischem Bericht), herausgegeben von Rainer Heyink, Kassel 2007

Die 1707 in Florenz uraufgeführte Oper „Rodrigo“ nimmt unter Händels Bühnenwerken hinsichtlich der Überlieferung eine Sonderstellung ein: außer der fragmentarischen Kompositionspartitur sind nur noch − ebenfalls mit jeweils unvollständigem Inhalt − drei Partiturabschriften sowie ein Satz Stimmbücher erhalten. Der Text des Libretto-Drucks von 1707 weicht erheblich von demjenigen der Kompositionspartitur ab (ein Vergleich der beiden Texte findet sich im Anschluss an das Vorwort). Da die Direktionspartitur der Uraufführung verlorengegangen ist und die Partiturabschriften und Stimmbücher von der Kompositionspartitur abstammen, war es nur möglich, die ursprüngliche Fassung der Oper zu rekonstruieren; sie bildet den Hauptteil des vorliegenden Bandes. Der Anhang enthält neben Arien, die möglicherweise die Fassung der Uraufführung widerspiegeln, auch die Arien „Con voci care in petto“ und „Io son vostro, o luci belle“, die Händel noch kurz vor der Premiere im Herbst 1707 in die Direktionspartitur einfügte.

Konnte Friedrich Chrysander 1873 von „Rodrigo“ nur den fragmentarischen Text der Kompositionspartitur edieren, so bietet die Neuausgabe die Oper erstmals in einer der ursprünglichen Fassung nahe kommenden lückenlosen Form.

 

(Quelle: Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Jahresbericht Hallische Händel-Ausgabe 2007)

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